Zvi Sukkot, ein ob ähnlicher Auftritte nicht ganz unbekannter Knesset-Abgeordneter, hat einen als »Besichtigung von Denkmälern« bei den israelischen Streitkräften angemeldeten Ausflug in die umstrittenen Gebiete dazu genutzt, dort Stelen zu zerstören, mit denen »palästinensische« Terroristen für Anschläge auf Juden geehrt wurden. Während die IDF bestätigten, die Visite des Parlamentariers genehmigt zu haben, hätten er und seine Begleiter ihre Eskorte mit der Aktion überrascht.
So bezeichnend es für den Zustand der »palästinensischen« Gesellschaft ist, daß sie antisemitische Terroristen feiert und verehrt, richtet der Aktivismus Zvi Sukkots womöglich mehr Schaden an als er nutzt. In Israel wird am 27. Oktober ein neues Parlament gewählt. Der Wahlkampf um die Besetzung der 26. Knesset hat begonnen. Und Zvi Sukkot, dessen Tkuma-Fraktion derzeit ganze 7 Mandate stark ist, muß wohl durchaus um seine Bestätigung als Knesset-Abgeordneter bangen.
Seine Aktion soll daher durchschaubar vor allem ihm selbst dienen und seiner Wiederwahl. Daß er dafür Privilegien, die ihm sein Status als Abgeordneter gewährt, mißbraucht, macht ihn kaum sympathischer, selbst wenn das Vorgehen gegen die Glorifizierung »palästinensischer« Terroristen an sich alles andere als ablehnenswert ist. Dafür jedoch sind nicht Abgeordnete zuständig, sondern die israelischen Streitkräfte, die nach eigener Auskunft regelmäßig solche »Denkmäler« zerstören.
Mit seinem eigenmächtigen Vorgehen mag Zvi Sukkot einige Aufmerksamkeit generiert haben, zugleich lieferte er mit seiner Inszenierung, mit der er die Autorität der israelischen Streitkräfte untergräbt, die IDF verhöhnt, aber auch der »palästinensischen« Propaganda neues Futter. Ein »Kolonist«, der, zumal in Begleitung und scheinbar geschützt von Soldaten, seinen Vandalismus auslebt, ist für die ein willkommenes Fressen, für den »palästinensischen« Terror ein billiger Gewinn.