Während absehbar ist, daß Annalena Baerbock nur noch Tage oder wenige Wochen das Auswärtige Amt leiten wird, versucht sie die ihr verbleibende Zeit als deutsche Außenministerin zu nutzen, im israelisch-deutschen Verhältnis noch maximalen Schaden anzurichten. Derzeit läßt ihr Amt kaum einen Tag ohne öffentliche Ermahnungen Jerusalems vergehen, mit denen natürlich der jüdische Staat ins Unrecht gesetzt wird.
Auf die verleumderische Erklärung der Außenminister der »E3«-Staaten, zu denen Deutschland gehört, »zum humanitären Zugang zu Gaza« folgte am Montag die Forderung von Vertretern des Auswärtigen Amts an Jerusalem, »seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen«, die sie am Mittwoch in einer weiteren Bundespressekonferenz »noch einmal mit Nachdruck« wiederholten zu müssen glaubten.
Und wie immer blieben die Ministerin oder ihre Sprecher Hinweise darauf schuldig, gegen welche völkerrechtlichen Bestimmungen Israel konkret verstoße, wenn es auf die Weigerung der Hamas, die ausgelaufene erste Phase des Deals bis zu einer Einigung auf eine Anschlußregelung zu verlängern, reagiert, wie das etwa das »Genfer Abkommen über den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten« durchaus vorsieht.
Spätestens wenn dann wie am Mittwoch die islamistische Terrororganisation, die noch immer knapp fünf Dutzend jüdische Geiseln – die meisten von ihnen haben »palästinensischen« Bestien bereits massakriert – in ihrer Gewalt hat, nicht einmal mehr Erwähnung findet, ist die antiisraelische Voreingenommenheit des von Annalena Baerbock geführten Ministeriums und ihrer »feministischen Außenpolitik« unübersehbar.
Und es ist kaum zu leugnen, daß diese andauernden Verleumdungen Israels das zwischenstaatliche Verhältnis immer mehr belasten. Und auch wenn das Auswärtige Amt noch davor zurückschreckt, Jerusalem unverblümt des Völkerrechtsbruchs zu beschuldigen, spricht es doch Bände, weigert es sich, ihn auszuschließen. »Welche Interpretationen Sie [..] daraus ableiten«, hieß es am Mittwoch lapidar, »überlasse ich [..] sehr gern Ihnen«.
Nachtrag: Am Donnerstag ließ es sich Luise Amtsberg, beim Auswärtigen Amt angesiedelte »Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe«, nicht nehmen, eine Stellungnahme »zur Einstellung israelischer Stromlieferungen nach Gaza« zu formulieren, in der sie deliriert, »das israelische Vorgehen stellt einen neuen Tiefpunkt für den humanitären Zugang nach Gaza dar«.